Warum eine Website – läuft doch auch so!?

Das Geschäft läuft gut – auch ohne Website. Vor allem im Handwerk ein weit verbreiteter Status quo. Warum diese komfortable Ausgangssituation aber durchaus gefährlich für Ihren langfristigen Erfolg sein kann, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Webdesign
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Warum eine Website – läuft doch auch so!?

Die allgemeine Geschäftslage ist gut, die Auftragsbücher sind voll, warum sollte ich mich da mit meiner Website auseinandersetzen!? So, oder so ähnlich, werden die Gedankengänge vieler Inhaber und Geschäftsführer sein. Wirtschaftlich geht es in Deutschland trotz der allgemeinen Politikverdrossenheit, Brexit und America First weiter voran. Vor allem die Handwerksbranche profitiert in vielen Bereichen von der guten Wirtschaftslage. So viele Aufträge wie in den letzten Jahren sind schon lange nicht mehr eingegangen.

‍Trauriger Alltag im Worldwide Web – veraltete und auf den Kunden abschreckend wirkende Seiten. Hier am Beispiel eines Schreiners.
Trauriger Alltag im Worldwide Web – veraltete und auf den Kunden abschreckend wirkende Seiten. Hier am Beispiel eines Schreiners.

Warum also eine Website?

Insgesamt ist das eine sehr erfreuliche Situation – aber auch trügerisch und gefährlich. Denn die Wirtschaftslage wird sicherlich nicht auf ewig so gut bleiben und es werden auch wieder härtere Zeiten auf die vielen Unternehmen und Betriebe zukommen. Die Folge: Weniger Aufträge, mehr Wettbewerb und umso größer der Druck sich gegen diesen zu behaupten. Wer sich heute mit dem Thema Website und Webdesign nicht auseinandersetzt, wird "morgen" ernsthafte Probleme haben. Eigentlich ist es wie im Privaten mit der Altersvorsorge. Wer sich ausschließlich auf den Staat verlässt, den wird es später beim Renteneintritt kalt erwischen. Vorbei der fast luxuriöse Lebensstandard, ab jetzt heißt es einschränken. Übertragen Sie diese Situation auf die Marktentwicklung. Nur dass die Rente in diesem Fall das Auftragsvolumen ist. Also muss man etwas tun, vorsorgen, um dem entgegen zu steuern.

‍Hier ebenfalls die Website eines Schreiners. Wen würden Sie wohl bei Bedarf kontaktieren?
Hier ebenfalls die Website eines Schreiners. Wen würden Sie wohl bei Bedarf kontaktieren?
» Wer sich heute mit dem Thema Website und Webdesign nicht auseinandersetzt, wird "morgen" ernsthafte Probleme haben. «

Betrachten Sie das Thema auch einmal von einer anderen Seite. Die Website im Allgemeinen zumindest gefühlt zu 90 Prozent als Instrument zur Neukundenakquise gesehen. Sie können Ihre Website aber auch für die Personalgewinnung einsetzen. Auch wenn es vielen Unternehmen gut geht – viele Unternehmen haben auf der anderen Seite ernsthafte Probleme, Nachwuchskräfte und neue Mitarbeiter zu finden. Aufgrund des demografischen Wandels entwickelt sich der Arbeitsmarkt immer mehr hin zu einem Arbeitnehmermarkt. Als Arbeitgeber müssen Sie um gute Auszubildende und Fachkräfte werben und kämpfen. Ihr Betrieb muss attraktiv sein.

» Sie können Ihre Website aber auch für die Personalgewinnung einsetzen. «

Sie haben genügend Anreize um an wirklich gute Leute zu kommen – eine gute Arbeitsatmosphäre, gute Verdienstmöglichkeiten, familienfreundliche Initiativen und und und ... Wie aber transportieren Sie das zu den potenziellen Bewerbern? Na, durch eine Anzeige in der Zeitung werden viele sagen. Gut und schön, aber immer mehr Menschen, vor allem die jüngere Generationen, suchen ausschließlich online nach Jobs. Na dann halt durch eine Online-Anzeige in einem Jobportal! Besser. Aber glauben Sie mir, noch lange nicht ausreichend. Die Bewerber möchten sich, so wie Sie von ihnen, ein Bild von Ihrem Unternehmen machen. Und raten Sie mal, was der erste Einstiegspunkt für diese Recherche sein wird? Richtig, die Website. Haben Sie keine, dann sind Sie raus, bevor Sie überhaupt drin waren. Ist Ihre Website und Ihr Markenauftritt veraltet oder unattraktiv, so ist die Gefahr sehr groß, dass Sie vorzeitig ausscheiden.

‍Otto hat eine sehr gute Karriere-Seite.
Otto hat eine sehr gute Karriere-Seite.

Sie können Ihre Website sogar einsetzen, um Ihre Arbeit effektiver zu gestalten und damit Zeit und Kosten zu sparen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind Inhaber einer Event-Location für Hochzeiten. Statt konventionell mit einer Flut von Papieren zu arbeiten, könnten Sie durch einen passwort-geschützten Bereich und einem Content Management System „digitale Akten“ anlegen. In dieser Akte sind alle Eckdaten der Hochzeit enthalten und Sie und Ihre Mitarbeiter haben jederzeit Zugriff darauf, auch von unterwegs. Zudem können Sie Ihren Kunden den Zugang mitteilen, so dass er immer den aktuellen Stand der Planungen sieht. Optisch ansprechend aufbereitet mit Foto vom Paar ist das sicherlich ein Highlight und sogar ein Alleinstellungsmerkmal zum Wettbewerb.

Abgesehen davon arbeitet Ihre Website 24/7 für Sie, ist weltweit erreichbar und kann Ihnen sogar Zeit sparen, in dem eventuelle telefonische Anfragen direkt auf der Website beantwortet werden.

Was also tun?

So, es gibt also genügend Gründe, sich dem Thema mit großer Aufmerksamkeit zu widmen. Was Sie tun sollen? Ganz einfach. Haben Sie keine Website, so lassen Sie eine erstellen. Ist Ihre Website älter, so lassen Sie diese überarbeiten oder zumindest checken. Oftmals wird von öffentlichen Institutionen, Wirtschaftsförderungen oder den Handwerks- und Industrie- und Handelskammern entsprechende Services angeboten. So können Sie eine neutrale Bewertung ohne geschäftliche Hintergedanken für Ihre Website erhalten.

» Haben Sie keine Website, so lassen Sie eine erstellen. Ist Ihre Website älter, so lassen Sie diese überarbeiten oder zumindest checken. «

Bei der Umsetzung gibt es verschiedene Methoden: Die günstigste ist der Homepage-Baukasten, wie beispielsweise 1&1 und Jimdo anbieten. Diese sind sehr intuitiv und anwenderfreundlich und es kommen durchaus gute Ergebnisse dabei heraus. Die Seiten sind natürlich nicht mit professionell erstellten Websites zu vergleichen, reichen für kleine Betriebe aber sicherlich aus. Allerdings wird man hier natürlich auch einiges an Zeit investieren müssen, da man ja keinen Dienstleister hat.

Eine weitere Möglichkeit sind Grafikdesigner oder Webdesigner. Diese sind in der Regel günstiger, als Internet- oder Werbeagenturen und bieten Ihnen professionelle Websites an. Gerade in diesem Bereich gibt es aber eine große Bandbreite an Know-how und Qualität. Sie müssen also unbedingt vergleichen. Grafikdesigner erstellen in der Regel optisch ansprechendere Websites, und halten damit die Besucher auf Ihrer Seite. Webdesigner wiederum werden optimalen Code schreiben, und kitzeln beim Ranking der Suchmaschinen sicherlich noch das eine oder andere Quäntchen heraus. Und dann gibt es natürlich auch Allrounder, die beides bedienen können. Laden Sie zu Terminen ein, stellen Sie Fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Fachwörter sind ok, aber Ihr Gegenüber muss diese auch verständlich erklären können. Und ganz wichtig – schauen Sie einfach, ob die Chemie stimmt!

Eine weitere Möglichkeit sind Internet- oder Werbeagenturen. Auch hier werden normalerweise professionelle Ergebnisse erzielt, preislich liegen diese aber in der Regel höher. Eine Internet- oder Werbeagentur empfiehlt sich in der Regel, wenn Sie sehr große und komplexe Websites mit Datenbankanbindungen benötigen. Auch hier gilt: Vergleichen und fragen!

Damit Sie mitreden können und fachliche Einblicke bekommen, empfehle ich Ihnen, den nächsten Artikel „Die Unternehmenswebsite – was ist zu beachten?“ nicht zu verpassen.

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Wer schreibt hier überhaupt!?

Marc Hörnschemeyer

Marc Hörnschemeyer Freier Creative Director & Fotograf

Design ist meine Leidenschaft und ich lebe sie jeden Tag. Marke und Design sollte nicht nur den Großen vorbehalten sein. Den Mittelstand in Sachen Marke und Design voranbringen – das ist meine Mission! Fragen? Einfach Kontakt aufnehmen.

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